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Craft-Brauerei für dunkle Biere

Finsterbräu

Wir brauen, was andere fürchten: Biere wie Mitternacht — tiefschwarz, samtig, aus dunklem Korn. Gebraut seit Anno 1487. Die Urkunde ist verschollen, der Geschmack nicht.

Anno 1487 Felsenkeller zu Bamberg Untergärig & unerschrocken

0Jahre Finsternis
0Kellermeister-Generationen
0+Tage Kellerreife, mindestens
0Helle Biere im Sortiment

Unsere Sude

Das dunkle Sortiment

Drei Stammsude, alle untergärig, alle dunkler als nötig. Wer nach einem Hellen fragt, bekommt Wasser — und einen mitleidigen Blick vom Kellermeister.

Schwarzbier · Stammsud № 1

Schwarzgold

Spiegelschwarz im Glas, schlank am Gaumen: Röstmalz, dunkle Schokolade und ein trockener Abgang wie ein Schlussstrich.

Stammwürze
12,5 °P
Bittere
28 IBU
Alkohol
4,9 %

Imperial Stout · Stammsud № 2

Pechnacht

Dick wie Pech, dunkel wie die Nacht davor. Espresso, Lakritz und Eichenfass — ein Bier, das man nicht trinkt, sondern übersteht.

Stammwürze
22 °P
Bittere
65 IBU
Alkohol
9,5 %

Doppelbock · Stammsud № 3

Königsdunkel

Malzsüße wie Honigkuchen, Wucht wie ein königlicher Erlass. Kastanienbraun, voll, und am Ende erstaunlich gnädig.

Stammwürze
18,5 °P
Bittere
24 IBU
Alkohol
7,8 %

Die Braukunst

Vier Kapitel bis zur Finsternis

So steht es im Kellerbuch, so halten wir es seit siebzehn Generationen. Nur die Rechtschreibung haben wir gelegentlich modernisiert.

I.Kapitel

Das dunkle Korn

Dunkel beginnt beim Malz, nicht beim Marketing. Unsere Gerste wird über Buchenglut gedarrt, bis sie nach Brotkruste, Kakao und Lagerfeuer riecht — Röstmalz, Schwarzmalz, Karamellmalz, gewogen auf einer Waage, die älter ist als so mancher Staat.

II.Kapitel

Der Sud im Kupfer

Sieden, rasten, läutern: In zwei kupfernen Kesseln — getauft auf Greif und Wiedergänger — wird gemaischt wie eh und je. Der Braumeister rührt von Hand nach, nicht weil es nötig wäre, sondern weil der Kessel es sonst übelnimmt.

III.Kapitel

Die Finsternis

Fertig ist ein dunkles Bier erst, wenn es geschwiegen hat: mindestens achtundzwanzig Tage Reife im Felsenkeller, neun Meter unter der Stadt, bei acht Grad und null Eile. Dort unten ist es so still, dass man die Hefe arbeiten hört.

IV.Kapitel

Das Urteil

Und am Ende richtet der Kellermeister: Jeder Sud wird am Fass verkostet, bei Kerzenlicht, schweigend. Was besteht, bekommt Etikett und Siegel. Was nicht besteht, wird nie erwähnt — auch das ist Tradition seit 1487.

Die Schankhalle

Trinken im Gewölbe

Unsere Schankhalle liegt dort, wo das Bier herkommt: im Gewölbe, zwischen Fässern und Sandstein. Kerzen statt Neonröhren, Eiche statt Edelstahl, und an der Wand der Spruch des Gründers — in einer Fraktur, die selbst er nicht mehr lesen konnte.

Gezapft wird, was der Keller hergibt, dazu Schwarzbrot, Schmalz und dunkler Käse. Kein WLAN — das Bier ist Unterhaltung genug.

  • Acht Zapfhähne, alle dunkel, einer geheim
  • Fassprobe direkt vom Lagerfass, solange der Kellermeister gut gelaunt ist
  • Gewölbe von 1487 — der einzige Teil der Legende mit Gutachten
  • Hunde willkommen, Lichtgestalten geduldet

Man spricht über uns

Stimmen aus dem Gewölbe

„Ich kam wegen des Namens und blieb wegen der Pechnacht. Drei Stunden. An einem Dienstag, an dem sie eigentlich geschlossen hatten.“

Gasthausführer „Der Krug“ — Ausgabe 2025

„Das Schwarzgold ist der Beweis, dass ein Bier zugleich finster und federleicht sein kann. Die Brauerei selbst ist nur Ersteres.“

Kellerführung & Verkostung

Steigt hinab. Wir zünden die Kerzen an.

Jeden Freitag um sieben führt der Kellermeister durchs Gewölbe: drei Sude, neun Meter Tiefe, fünfhundert Jahre Halbwissen. Festes Schuhwerk empfohlen, trinkfeste Begleitung auch.

Platz im Gewölbe sichern

Oder altmodisch: ans Tor klopfen. Dreimal, langsam.