Reise zum Rand des Sichtbaren
Die 14-Meter-Projektionskuppel trägt Sie in 50 Minuten vom Erdhorizont bis ans Ende des beobachtbaren Universums — 13,8 Milliarden Lichtjahre in einem Atemzug.
Sternwarte & Planetarium · gegr. 1979
Über dem Tal hört das Licht der Stadt auf, und der Himmel beginnt wieder zu sprechen. Wir öffnen die Kuppel und übersetzen, was seit Millionen Jahren zu uns unterwegs ist.
47°41′ N · 11°12′ O 1 410 m ü. NN Bortle 2 SQM 21,7 mag/″²
Ob unter der Projektionskuppel oder unter dem echten Firmament: Bei uns wird Astronomie nicht erklärt, sondern erlebt — mit eigenem Auge am Okular und eigenem Staunen im Nacken.
Die 14-Meter-Projektionskuppel trägt Sie in 50 Minuten vom Erdhorizont bis ans Ende des beobachtbaren Universums — 13,8 Milliarden Lichtjahre in einem Atemzug.
Wenn der Himmel klar ist, öffnen wir den Spalt. Was zur Stunde am besten steht — Ringe, Krater, Doppelsterne, ein Nebel im Streiflicht — stellen unsere Beobachter persönlich für Sie ein.
Eine Führung durch Sternwarte, Spiegelschleiferei und Instrumentenarchiv — vom Sonnenuhr-Garten bis zum tonnenschweren Kuppeldrehkranz, der noch von Hand läuft.
Jede klare Nacht ist eine Reise. Sie beginnt 384 400 Kilometer über uns und endet — wenn das Auge geduldig ist — zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernt. Fünf Stationen, die Sie bei uns am Okular sehen.
Die erste Station jeder Beobachtungsnacht. Am Terminator, der Grenze zwischen Tag und Nacht, werfen Krater kilometerlange Schatten — im großen Refraktor wirkt das Mare Imbrium zum Greifen nah.
Der Moment, für den Menschen seit 1979 zu uns heraufkommen: Saturn schwebt im Okular, still und unwirklich scharf. Sein Licht war 79 Minuten unterwegs, bevor es Ihr Auge erreicht.
Hundert Millionen Jahre jung: Die Plejaden sind ein Kindergarten heißer blauer Sterne, deren Licht den Staub der Umgebung zum Leuchten bringt. Mit bloßem Auge sieben Sterne — im Feldstecher hunderte.
Zwischen Sheliak und Sulafat hängt ein blasser Ring: die abgestoßene Hülle eines Sterns, der einmal unserer Sonne glich. In seiner Mitte glüht ein Weißer Zwerg — die Zukunft unseres eigenen Systems.
Der blasse Fleck im Okular ist eine ganze Galaxie: eine Billion Sterne, deren Licht losflog, als auf der Erde gerade die ersten Werkzeuge entstanden. Weiter sieht kein menschliches Auge — und bei uns sehen Sie es ohne jedes Gerät, an dunklen Nächten freiäugig.
Ein Sternbild ist kein Bild am Himmel — es ist eine Linie, die wir ziehen. Drei helle Ecksterne spannen den Sommerhimmel auf. Fahren Sie über die Karte oder die Liste: Jede Konstellation tritt einzeln hervor.
Das Planetarium rechnet jede Nacht voraus: Wo die Planeten stehen, wie der Mond zunimmt, wann sich eine Bedeckung lohnt. Hier läuft das Sonnensystem im Zeitraffer — eine Sekunde entspricht etwa neun Tagen.
Jedes unserer Fernrohre sieht den Himmel anders. Drei Schaustücke aus Kuppel und Beobachtungsdeck — vom hundertjährigen Linsenrohr bis zur gekühlten Astrokamera.
Das messingblanke Linsenfernrohr von 1908 zeigt die Saturnringe so scharf wie eine Gravur. Unser Herzstück für Planeten und Mond.
Unser Lichteimer für das Lichtschwache: Galaxien, Kugelsternhaufen und Nebel jenseits der vierzehnten Größenklasse.
Apochromat mit gekühltem Sensor: Hier sammeln wir Licht stundenlang, bis aus Dunkelheit ein Nebel in Farbe wird.
Reservierung · höchstens zwölf Gäste
Wenn der Wetterdienst klare Sicht meldet, öffnen wir den Kuppelspalt. Decke, heiße Schokolade und ein warmer Pullover gehören dazu — den Rest bringt der Himmel mit. Und merken Sie sich den 12. August 2026 vor: partielle Sonnenfinsternis über Hohenwarte, Bedeckung 86 Prozent.
Beobachtungsnacht buchenWetterabhängig · kostenfreie Umbuchung bei Wolken · Antwort binnen 24 h
„Der Himmel verlangt nichts von uns als eine klare Nacht und den Mut, lange genug nach oben zu sehen.“ Annelie V. · Leiterin der Sternwarte · Beobachterin seit 1991