Phänomen · Absorption 0 – 200 m
Rot stirbt zuerst
Wasser nimmt das Licht nicht gleichmäßig. Es nimmt es nach Wellenlänge — und fängt am roten Ende an.
Langwelliges Licht wird am stärksten geschluckt. Rot ist nach wenigen Metern weg, dann Orange, dann Gelb, dann Grün. Am weitesten kommt Blau. Deshalb ist das Meer blau — und deshalb sieht ein roter Tauchanzug in dreißig Metern schwarz aus und eine Schnittwunde blutet grau.
Farbtafel 0 m
oben: an der Oberflächeunten: in dieser Tiefe
Die untere Reihe rechnet mit: Sie zeigt, wie viel jeder Farbe in der aktuellen Tiefe noch zurückkommt — auf das verbliebene Licht normiert, so wie sich das Auge anpasst. Grundlage ist das Lambert-Beersche Gesetz mit Richtwerten für klares Ozeanwasser; in Küstennähe erlischt alles deutlich flacher. Die Reihenfolge ist gesichert, die Meterangaben sind Größenordnungen.
Dasselbe Modell treibt die ganze Seite an: das Wasser im Hintergrund, die fünf Lampen an der Leiste und die Restlicht-Anzeige. Sie zählt nicht in Prozent, sondern in Größenordnungen — bei 200 m kommt noch etwa ein Hundertstel des Oberflächenlichts an, bei 500 m ein Hunderttausendstel.
Und bei tausend Metern springt sie auf zwei Wörter um.